Schulsozialarbeit - Leben und Lernern im Sozialraum. 

Schulsozialarbeit - Leben und lernen im Sozialraum

 

 

Frau Laumeier, Dipl. Sozialpädagogin

Beratung von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften

Telefon: 02941 2047255

 

Frau Drewes, Dipl. Sozialpädagogin

Beratung von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften

Telefon: 02941 2024784

Schulsozialarbeit wird in den Sozialwissenschaften u.a. definiert als Gesamtheit aller Arbeitsansätze, Tätigkeiten und Zusammenhänge, die auf einer professionellen Basis in oder im Umfeld der Schule zur lebensweltnahen Unterstützung in Notlagen und zur generellen Förderung des sozialen Zusammenlebens realisiert werden. 1) Kinder und Jugendliche tragen zunehmend ihre sozialen Bedürfnisse in die Schule. Sie ist somit nicht nur Lern-, sondern auch Lebensort und gerät unter wachsenden Druck, diese gesellschaftlichen Veränderungen aufzunehmen.

 

 

Vertrauen als Basis individueller Interventionsmaßnahmen

Die Schulsozialarbeit mit Schülern, Schülergruppen, Eltern und Lehrer stützt sich auf die Grundsätze eines integrierten sozialpädagogischen Ansatzes. Dieser Ansatz bezieht sich auf Angebote des § 13 KJHG (Jugendarbeit) und des §11 KJHG (Jugendsozialarbeit) mit dem beabsichtigten Ziel in niederschwelliger und präventiver Ausrichtung zwischen Schülern und der Schulsozialarbeit ein Vertrauensverhältnis als Basis für individuelle Interventionsmaßnahmen in Problem- und Konfliktlagen zu schaffen. In der Schulsozialarbeit an der Kopernikusschule ist dieser Aspekt eine der Leitlinien und fest im Konzept verankert.

 
 

Schulsozialarbeit macht Beratungsangebote

 
 

"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann." (Francis Picabia)

 
 

Unser Schulsozialarbeiter berät Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern, Lösungswege und Strategien in Konfliktlagen zu finden, wen dadurch das Lernen behindert wird. Oft übernimmt er die Rolle eines Coach der dabei hilft, die eigene Situation mit Abstand und aus einem andern Blickwinkel zu betrachten und andere Verhaltensmuster zu probieren. 

 
 

Schulsozialarbeit bietet dazu eine Reihe von integrativen und präventiven Maßnahmen an:

 
 

    - Einzel- und Gruppenberatung- AG´s im Rahmen des erweiterten Ganztags

    - Bewegungsangebote in der Mittagspause

    - Programm "Schüler helfen Schüler"

    - Coolnes-Training- Einzelaktionen und Events mit Partnern (Amt f. Jugend u. Soziales, Lippstadt) z.B.:

    - Erlebnispädagogische Aktionen und Projekte

    - Reitprojekt; Höhlentour; Exkursion Wald (Kooperation mit INI - Jugendhilfe)

 
 

Schulsozialarbeit in Lippstadt - Rückblick über eine richtungsweisende Schulentwicklung

Nach den guten Erfahrungen mit der Schulsozialarbeit wird diese im Schuljahr 09/10 durch den Schulträger auch auf die Grund- und Realschulen ausgeweitet.

Der folgende Pressebericht gibt einen guten Einblick in den Stand der Schulsozialarbeit an Lippstädter Schulen:

Sozialarbeiter künftig auch an Realschulen?

Bericht vom 22.11.2008 im "Patriot"

Seit sechs Jahren kümmern sich Sozialarbeiter an Hauptschulen um Probleme der Fünft- bis Zehntklässler - jetzt steht Ausweitung auf andere Schulen an.

Sie sind für die Schülerinnen und Schüler „in erster Linie Vertrauensperson“

wie Maja Gillejohann, seit Anfang 2004 Schulsozialarbeiterin an der Stadtwaldschule, sagt: Seit sechs Jahren kümmern sich drei Sozialarbeiterinnen und -arbeiter an den Lippstädter Hauptschulen um die Sorgen und Nöte der Fünft- bis Zehntklässler, sind gleichzeitig Gesprächspartner für Lehrer und Eltern. Eine aus Sicht der beteiligten Schulen mittlerweile unverzichtbare Hilfe im Schulalltag, die nun auch auf die Realschulen ausgedehnt werden soll. Am kommenden Mittwoch, 26. November, befasst sich der Jugendhilfeausschuss mit dem Vorschlag, im nächsten Jahr auch an den drei städtischen Realschulen sozialpädagogische Fachkräfte einzustellen. Die Initiative hierzu ging gemeinsam von der Verwaltung und den Schulleitern aus, wie Fachbereichsleiter Wolfgang Roßbach auf Anfrage unserer Zeitung sagte.
Maja Gillejohann, Simone Drewes und Georg Sirotkin sind an Stadtwald-, Wilhelm- und Kopernikusschule Ansprechpartner für Schüler, Lehrer und Eltern. Die Bandbreite der Probleme, mit denen sie konfrontiert werden, ist groß. Mal plagt einen 13-jährigen Jungen Liebeskummer, dann will ein 15 Jahre altes Mädchen von zu Hause ausziehen und in die Obhut des Jugendamtes „flüchten“, weil es so gar nicht mit den religiösen Vorstellungen der Eltern klar kommt.
Neben den morgendlichen Sprechzeiten in der Schule (Roßbach: „Die Präsenz vor Ort ist ganz wichtig“) bieten die Sozialarbeiter Projekte zur Gewalt- und Drogenvorbeugung an, bilden Streitschlichter aus, veranstalten Theaterproduktionen und Hiphop-Workshops. In der einen Arbeitsgruppe wird mit Jugendlichen eine Schülerzeitung erstellt, eine andere organisiert - zwecks Förderung des Schulklimas - Grußaktionen zum Valentinstag.

„Lehrer können das gar nicht alles auffangen“

Dabei nehmen die Sozialarbeiter in der Schule eine Sonderrolle ein. Von den Lehrern unterscheiden sie sich nicht nur dadurch, dass „wir nicht fordern und keine Noten geben“, wie Maja Gillejohann sagt. „Wir sind auch zur Verschwiegenheit verpflichtet“, ergänzt Simone Drewes - es sei denn, das Kindeswohl ist gefährdet, so Dr. Wolfgang Maron, Rektor der Wilhelmschule.
Auch die Lehrer wissen die Arbeit der Schul-Sozis zu schätzen, suchen den Kontakt zu ihnen. Die anfängliche Skepsis gegenüber ihrer Arbeit habe sich „längst aufgelöst“, berichten Drewes und Gillejohann übereinstimmend von „ganz viel Wohlwollen“. Schließlich sind Lehrer mit der Aufarbeitung vieler Probleme, die die Schüler in den Unterricht hineintragen, „einfach aus Zeitgründen“ (Dr. Maron) überfordert. „Lehrer können das gar nicht alles auffangen“, sagt Simone Drewes. Für den Rektor „schafft Schulsozialarbeit die Rahmenbedingungen für einen Unterricht, der dann mit weniger Belastungen stattfinden kann.“ Und Wolfgang Roßbach spricht von einem „entscheidenden Baustein bei der Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe“.
Einig sind sich die Fachleute, dass der Einsatz von Schulsozialarbeitern nicht nur an den drei heimischen Hauptschulen geboten ist. Daher schlägt der Fachbereich Jugend und Soziales nun die Einstellung von Sozialarbeitern auch an Drost-Rose-, Edith-Stein- und Graf-Bernhard-Realschule vor. Und Stadt-Sozialexperte Roßbach denkt bereits einen Schritt weiter. Auch an einigen Grundschulen hält er den Einsatz sozialpädagogischer Fachkräfte für ratsam. Darüber solle man „perspektivisch nachdenken“, sagt der Fachbereichsleiter.
Eine Ansicht, die Maja Gillejohann teilt. „Bei den Kleinen kann man sehr viel erreichen“ - und somit zu einem Zeitpunkt, bei dem das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen ist.

 

 

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